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MEXIKO, GRIFF INS KLO

Warum uns mexiko wenig begeistert hat

Mexiko liegt hinter uns. Wir haben die Grenze zu Belize überquert und sind gespannt was uns in diesem kleinen Land erwartet. Teuer soll’s sein. Mehr wissen wir noch nicht. Doch erst einmal schreiben wir über Mexiko.
Zwei Monate bereisten wir das Festland Mexikos und sind alles andere als begeistert. Warum wir für Mexiko keine Lanze brechen, erzählen wir euch nun.

Wer nicht so gerne liest und lieber hört: Es gibt auch einen Podcast zum Thema.

Häsches du verstandä

Viele Reisende erzählten uns von der Hilfsbereitschaft der Mexikaner und dessen Gastfreundschaft. Wirklich viel davon spürten wir leider nicht. Natürlich werfen wir nicht alle in einen Topf. Gelegentlich schimmerte diese Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit auch durch, so z.B. als uns ein Anwohner ohne Grund einen ganzen Karton voll mit frischen Früchten schenkte. Doch leider war viel zu oft das Gegenteil der Fall. Zugegeben sprachen wir sehr schlecht spanisch. Ein Hindernis, denn wir hätten uns gewünscht besser kommunizieren zu können. Auch wenn unser Spanisch zu wünschen übrig liess, sprachen wir die Mexikaner nicht in Englisch sondern immer in ihrer Landessprache an. Das gehörte sich für uns so. Es war schnell klar, dass wir keine Mexikaner sind. Trotz freundlicher Aufforderung langsamer zu sprechen, sprudelten viele einfach weiter bis einige sogar die Geduld verloren und einfach davon liefen.

Xeht ja us wie dihei, eifach meh müll

Dass wir kein Spanisch sprachen und dadurch auch viele liebenswerte Begegnungen verpassten konnten wir nicht den Mexikanern in die Schuhe schieben. Wenns mit den Einheimischen nicht klappt, hofften wir auf Entschädigung abseits der Zivilisation. Leider wurde uns sehr schnell klar, dass wir das grosse Abenteuer eher in einem anderen Land suchen sollten. Zugegeben, der Dschungel mit Zenoten, Wasserfällen und bunten Vögeln an den Küste war aussergewöhnlich. Sobald wir jedoch die Küste verliessen, hatte uns Mexiko nicht mehr viel zu bieten. Die hohen Vulkane rund um Mexico City waren zwar schön, doch mehr als wirklich hohe Hügel waren sie nicht. Die Landschaft erinnerte uns oft sogar etwas an die Schweiz. Entfernt an die hügelige Hochalpenregion. Nur leider mit sehr viel mehr Müll. Wir verstehen, dass Mexico kein Müllentsorgungskonzept wie in europäischen Ländern hat. Doch verstehen wir nicht, dass man im eigenen Garten so viel Müll ansammeln kann. Wir wollen die Lebensweise der Mexikaner nicht kritisieren, das steht uns nicht zu. Doch wenn wir auf einen bezahlten Campingplatz übernachten und der Besitzer die leere Bierdose einfach so neben unseren Bus an einen Baum schmiss, verstehen wir dessen Verhalten einfach nicht.

Wo isch jetzt dä Trail

Es wäre zugegeben unfair Mexico in Sachen Outdoorsport mit den USA zu vergleichen, denn gerade in Amerika schreit alles nach Grüner Unterhaltung und das Angebot scheint schier endlos zu sein. Wir machen Mexico keine Vorwürfe, denn gerade Mountainbiken scheint hier noch nicht so bekannt zu sein. Trails ohne Guide zu finden war oft schwierig, oder gar unmöglich. Informationen im Internet gab es kaum. Auch wenn wir diverse Trails, gefahren sind, umgehauen haben sie uns nicht. Im Vergleich zu Utah, wo wir doch ein zwei mal absteigen mussten um uns an der Landschaft satt zu sehen. Gleiches gilt für Wanderungen und Trekking Touren abgesehen der überlaufenen Touristenattraktionen. Touren die uns wirklich in Erinnerung bleiben können wir an einer Hand abzählen.

Immer diä Mariachi musig

Nach einer anstrengenden Berg- oder für Mexiko typischen Vulkantour freuten wir uns doch auf einen entspannten Abend mit Sonnenuntergang und entsprechender Aussicht. Uns war bewusst, dass es sehr wahrscheinlich schwierig sein wird einen Stellplatz à la Utah oder Alaska zu finden, doch dass es praktisch keine Möglichkeit gibt, damit hatten wir nicht gerechnet. Uns stört nicht, dass wir ab und zu für unsere Schlafmöglichkeit bezahlen müssen, solange der Preis fair bleibt. Umgerechnet CHF 15.- zahlten wir für einen Schlafplatz. Natürlich waren wir froh, uns keine Gedanken um Sicherheit zu machen und meist bot der Platz auch eine Dusche, wenn auch nicht immer warm, und hatte Internet. Was uns aber eher störte, war, dass wir meist durch laute mexikanische Musik oder Feuerwerk vom Nachbarn bis in alle Morgenstunden wachgehalten wurden. Von Aussicht sprechen wir schon gar nicht, denn meist waren die Campingplätze von dicken Mauern Umbeben. Und wenn wir schlussendlich doch einen freien Stellplatz gefunden hatten, an dem wir uns entspannen konnten, ging es nicht lange bis jemand ans Fenster klopfte und ohne Grund nach Geld verlangte.

Ab nach mexiko

Wirklich leicht fiel es uns nicht, diese Zeilen zu schreiben.Fakt ist, dass uns Mexiko nicht gefallen hat. Wir haben unsere Erfahrung niedergeschrieben und wollen niemanden davon abhalten nach Mexico zu reisen. Im Gegenteil. Mexiko ist allemal eine Reise wert. Eben nur nicht für uns. Diejenigen, die Kultur, Ruinen, Alte Kirchen und gutes Essen mögen, werden in Mexiko sicher glücklich. Unser Land war es nicht.

Wenn du mehr über das Thema hören möchtest: